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1000 Teile Kurzfilm - 2'53'' - 2003 Details R: Dagmar Scheibert Die zweitgrößte Erfindung nach dem Rad ist für Roland Kieling das Taschen-Haus-Urlaubs-Alarm-Gerät. In seinem Berliner Laden verkauft er dieses patentierte Gerät an jedermann und jedefrau, ob schwerhörig, Motoradfahrer, Kühlschrankbesitzer, Tramper oder Laubenpieper Lief auf Hamburger Kurzfilmfestival, aber Einladung auf Oberhausener Filmfestival scheiterete am Fehlen einer Stimme in Jury - kein 16mm-Format; keine Antworten von Kurzfilmagentur Hamburg auf Anfrage den Film zu vermarkten Daniel Düsentrieb in Sachen Aktenzeichen XY ungelöst. Ein Handalarm für den privaten Überwachungsstaat im eigen Haushalt. Niemand kann mehr einbrechen, ohne dass es Keiner merkt. Eine herrliche Anekdote auf Erfindungen, die an sich selbst scheitern. |
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Alien Tourists SF, experimentell - 23'10'' - 2009 Details R: MultiMediaGuerrilla (Christine Grüter und Wilda WahnWitz Ein Science-Fiction-Film der außergewöhnlichen Art. Culture Clash mal anders, erlebt durch die Alien Tourists, Erstkontakt, Reise durch ein pcverseuchtes Hirn, Weihnachtskoller und andere absonderliche Riten, die Totenstraße. Fliehen die Aliens für immer oder kommen sie wieder, im Guten wie im Bösen? Zwischen gepflegter Monotonie und zu schräg, zu schrill angesiedelt. Die Sinne werden mal wieder haarscharf an der Belastungsgrenze gerieben, in Bild und Ton, manchmal durchaus schmerzhaft. Die Katzen haben, sagt man, eine siebten Sinn. Das stimmt so nicht! Denn sie haben einen achten, oder neunten, oder genauer einen 347zigsten. Obwohl Katzen haben überhaupt kein Sinn, zumindest machen sie keinen. Sie haben Läuse, sogenannte Aliens. Sie sitzen hier und da und warten und denken; Sie sind Buddhas, aus dem Paradies zur Strafe einmal Reinkarnation und zurück versetzt. |
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Auf dem Heimweg Dokumentarfilm - 85'00'' - 2009 Details R: Katrin Mehnert In dem Dokumentarfilm „Auf dem Heimweg“ erzählen Senioren ihren persönlichen Umgang mit der „Lebenskrise Altersheim“. Ein Zuhause im Heim, Lebensfreude statt Angst vor Fremdbestimmung, Perspektive statt Gefühl von Endstation. Dieses Lebensgefühl geben die Senioren an eine neue Bewohnerin weiter, die anfänglich mit Skepsis ihre neue Bleibe inspiziert. Mit Hilfe ihrer Altersgenossen findet auch sie ihren ganz eigenen Weg für einen Neuanfang. Von zahlreichen Festivals erreichte uns die übliche Begründung: „aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl mussten wir eine Auswahl treffen...“. Von öffentlich/rechtlichen Fernsehanstalten gab es zwei Rückmeldungen von WDR- Redaktionen. 1. „Menschen hautnah“: „sehr schön gefilmt und erzählt, aber nicht zum Sendeformat passend.“ 2. Doku-WDR:“sehr ergreifend, aber keine Verwendung dafür.“ Wir nehmen an, dass es ungewohnt für Redaktionen und Auswahlgremien ist, das Thema „alt werden“ ohne dramatische und journalistisch aufbereitete Erzählweise zu behandeln, sondern stattdessen, fast beiläufig, die individuellen Erfahrungen auf dem Weg in das voraussichtlich letzte Heim mitzuerleben. Eine beachtenswerte und im besten Sinne, eine am Menschen enganliegende Doku, jenseits von „Wolke sieben“ und anderen Biederhymnen auf die „Dinosaurier“ des goldenen Alters. Am Älterwerden ist nichts zu beschönigen. Es ist aber auch nicht zu verteufeln. Es ist ein ganz natürlicher Prozeß. So bunt und verschieden wie das Leben selbst.- Sehr real und ehrlich wird hier ein voller Bilderbogen von Mitmenschen gezeigt, die „auf dem Heimweg“ sind. Mit dem zu wenig emotionalen Gleitmittel ist dieses Werk fürs Hallali und Hallalo des Gottschalk-Hinterseer-Konsumtenstadel-Fernsehen völlig ungeeignet. |
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AUF HALBEM WEG ZUM HIMMEL Dokumentarfilm - 108' - 2008 Details R: Andrea Lammers und Ulrich Miller Nach einem Massaker kämpft ein Dorf mit internationalem Recht für die Veränderung des Landes. Sollte ein Film vor allem für ein Nicht-Guatemala-Spezialisten-Publikum sein, ein "Festival"-Film ... für Diskussionen auch jenseits der Lateinamerika-Fraktion ... ein Film der Mut macht und Aufmerksamkeit auf Vergessenes, Verdrängtes lenkt. Nach Suizid unseres Hauptprotagonisten, privaten finaziellem Fast-Ruin nach mehr als 10 Jahren Arbeit und einer sehr schönen Kino-Auswertung (40 Kinos etwa) einerseits, aber nur rund 2.000 Zuschauern und 4 Festivalzusagen ... hätte da eine polit-Kampagne oder Nachrichten nicht mehr gebracht? Kaum kann Scheitern grausamer, desillusioniernder und realer sein. |
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Dance of the Witches Animation - 4'31'' - 2008 Details R: Arne Schröder Drei Aliens machen eine Notlandung auf der Reeperbahn in Hamburg und landen im Wohnzimmer eines alten, senilen Ehepaares. Sie sehen sich eine Doku im TV an, die zeigt, was in den letzten 100 Jahren auf der Erde passiert ist. Danach beschließen die Aliens die Erde und die Menschen wieder zu verlassen Vielen, auch dem NDR, war die Musik zu hart. SUN PROJECT ist nicht Massenkompatibel. 3 Bayer, nein falsch, 3 Aliens aus dem Süden des Universum landen auf der Reeperbahn. Da laufen den stiernackigen „Mir san mia-Gedönser“ die Augen über. Sex und Drugs und Rock ’n’ Roll vom Feinsten. Und es ist ein Menge passiert auf Erden: Krieg, Peace und Rave. So gelesen eine nette Watschn gegen die stumpfen Bazis vom FCB. |
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Das Bonobo-Prinzip Science Fiction Drama - 84' - 2007 Details R: Michael Sittner / Silvia Lindner Die Welt in naher Zukunft - die Umwelt ist zerstört, die Städte verwahrlost. Staaten gibt es nicht mehr, die „Vereinten Konzerne“ haben die Macht übernommen. In einer der Mietskasernen lebt Karl - arbeitsam, unauffällig, schüchtern und einsam. Einzige Abwechslung in seinem trostlosen Alltag sind die Besuche in „Folcos Entspannbar“, einem Bordell. Hier lernt er Lilliana kennen. Das zunächst rein geschäftliche Verhältnis ändert sich schlagartig, als Karl durch Zufall ihre „erogene Zone“ entdeckt: ein Muttermal an ihrer Ferse. Die beiden wollen zusammen leben! Aber so schnell will Folco nicht auf sein bestes Pferd verzichten. Erst nachdem er merkt, dass Lilliana auf Grund ihres jetzt zutiefst feindseligen Verhaltens gegenüber seinen Gästen keinen Profit mehr verspricht, lässt er sie gegen eine Ablösesumme ziehen. Doch das gemeinsame Glück ist nur von kurzer Dauer. Mysteriöse Vorfälle führen Lilliana und Karl auf eine Spur, der sie besser nicht gefolgt wären... Angeblich zu düster. Der Film kann, wenn man ihn oberflächlich betrachtet oder nicht bis zum Ende schaut oder ihn nicht versteht in seiner Aussage für Frauenfeindlich gehalten werden. Schweinegrippe im Parkhaus. Eine etwas zu lang geratene Steppenwolfadaption im Rotlichtmileu. Harry Haller wirft sich erschöpft auf seine Maria, ein Pablo kennt das Geheimnis. Wo ist der Schalter, der Powerschalter, bei der jede Frau online geht? Der Wunsch nach einem geordenten Leben ist eine Ilussion. Der Freier verliebt sich in eine Hure, deren Vater, also ihr Zuhälter verkauft sie. Ein ostdeutsches Pärchen zelebriert den seltenen Genuss einer Kartoffel. Bonoboaffen spielen einen Krimi und haben die Lösung: make Love not War. Nutten nach Afganistan? Partner sind austauschbar, bis zum letzten Schuß und der geht mitten ins Herz. Ein spannend verworrenes Drehbuch mit gleicher Entschlossenheit umgesetzt. |
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Das möblierte Zimmer 14 Minuten Spielfilm - 14'11'' - 2009 Details R: Nina Jäckle Zwei Menschen begegnen sich. Sie nähern sich einander an. Sie gehen spazieren, sie wechseln Gedanken, sie wechseln Orte, sie erreichen sein Haus, eine leer stehende Villa, nur das Schlafzimmer ist möbliert. Dort bittet er sie um einen sonderbaren Gefallen. Der Film „Das möblierte Zimmer“ ist ein Liebesspiel zweier Menschen, die keine Grenzen mehr ziehen, zwischen Realität und Vorstellung. Die deutschen Festivaljuroren haben uns irgendwie übersehen. Unser Blick durchschreitet das Geisterhaus und will noch im finalen Halbsatz das letzte Zimmer betreten. Da schliesst sich die Tür! Für immer! Der letzte Tango von Meissen – welch herrlich mobide Stadt nahe Dresden - . Sich nie einrichten, eine ideale Beziehung zeichnen, auf dem Reissbrett der Wünsche. Gekonnte Linien, erotische Fluchten, monomentale Zärtlichkeiten. Und die Elbe fliesst, reisst einen in ihrer dunklen Schwere mit, ins Jenseits des Schröder-Jäckle-Duo. Kein Kitsch, schlichte Sehnsucht. Harry und Hermine. Ein Pärchen, dass nicht spricht, sich berühren und durch die Hand des Anderen vergehen will. Worthülen austauschen um unbestimmt zu bleiben und am Ende den großen Tod der Liebe zu sterben. |
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Dass in den Sümpfen mehr Leben ist als in der Höhe, weiss die Biologie Dokumentarfilm - 40' - 2005 Details R: Gudrun Weiler Ein Mann sitzt auf der Bank und schläft. Drei sitzen auf der Straße und haben erst mal nichts zu beißen. Einer heiratet für Geld eine Kolumbianerin. Zwei Freunde werden Feinde und wollen sich bedrohen. Ein Hund hat ein Sparbuch mit 1700 Euro. Einer fährt schon viel zu weit und kommt bald zum Zentralfriedhof. Zwei wollen ein Kind, weil er ein perfekter Vater wäre. Ein Mann sitzt auf der Bank und schläft. „Dass in den Sümpfen mehr Leben ist als in der Höhe, weiß die Biologie.“ Ein filmisches Dokument über Sterben und Leben auf der Straße. Weil das Tempo des Films nicht den üblichen Sehgewohnheiten entspricht. Unten, am Boden, in den Sümpfen, wächst Vieles: die kreative Energie, weiss der Intellektuelle und schämt sich nicht seiner besonderen Stellung. Denn dort am Grunde des Urwaldes ist der Existenz-Kampf am Grössten oder am Hoffnungslosesten. Unkommentiert wirkt die Doku wie das Leben. Grau und Verlassen, Abhanden gekommen. Ohne erklärende Worte die unser Gewissen beruhigen setzt dieser Film an die Wunde an, die unser Land spaltet: was ist der Mensch, was ist die Würde, die Kultur oder was das Glück, was der Sinn. Große unbeantwortete Fragen. Und so etwas im Ländle. Der Film entlässt mich mit einer stillen inneren Verbeugung. |
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Der Mörder Kurzfilm - 5' - 2010 Details R: Florian Gerding "Ich bring die sau um!" Stan ist fest entschlossen. Mit Revolver und Flasche Korn zieht er los, um den Ficker von Ella Kalt zu machen. Gescheitert im Leben, gescheitert im Töten , gescheitert im Sterben. Ein saufender Othello, Jago als Penner und Desdemona als Nymphomanin. Liebe, Mord und Eifersucht sind die Atome aus dem jedes Drama besteht. Schön, dass mal auf dem Punkt gebracht zu sehen. Und Gerding greift wieder in die Vollen. Aber es klappt, Dank seines Talentes. Erfreulich auch den kongenialen Daz Böse mal wieder zusehen. |
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Der Pole, der auch Deutscher war Dokumentarfilm - 37'37'' - 2008 Details R: Kai von Westerman Deutsche und Polen sind sich nah und gleichzeitig fremd. Manchmal spiegelt sich dieser Umstand in einer einzigen Seele. So auch im Leben von Witold Hulewicz. Ungünstiges Format, kaum fernsehkonform, weil man sich diesen Film am besten in einem dunklen Raum anschaut. Sonnenwende, wenn die Tage kürzer werden. Ein stiller Handschlag zwischen zwei Nationen, die sich näher sind als es ihr Kopf erlaubt. Die Musik. Die akzentfreie Sprache überwintert den alten Twist. Polen war immer leichtes Opfer von links und rechts, von oben und unten. Leidensfähig bis zur Besinnungslosigkeit.. Nicht umsonst hat der katholische Christus hier noch einen Koffer stehen, auf dem steht: Polen ist polnisch und polnisch ist die freigeistigen Diaspora. Was haben wir nicht alles bekommen, von den großen polnischen Künstlern. Eine filmisch und bildverführende Monographie, bei der ein Rilke hinter der Kamera stand. |
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Der Schmetterlingseffekt Drama - 21' - 2005 Details R: André Herrmann Ein Funken, ein Flügelschlag und die Welt gerät aus den Fugen. Es fällt schwer sich vorzustellen, wie ein Schmetterling durch seinen Flügelschlag einen Tornado auslösen kann, aber hat sich nicht schon jeder von uns gefragt, inwieweit er das Leben anderer verändert hat durch Taten, Worte, Blicke oder nur durch Gedanken? Und was dann folgt: Zufall oder Schicksal? Dieser Film ist weit davon entfernt eine subtile psychologische Studie zu sein. Und auf den ersten Blick wirkt es, als habe er mit dem realen Leben wenig gemeinsam, aber trotzdem scheinen, die Probleme der Protagonisten nicht weltfremd oder an den Haaren herbeigezogen. So wirft dieser Film einen ironisch überzeichneten Blick auf ein junges Paar, das seinen ganz eigenen Weg gefunden zu haben scheint, um die Spannung in der Beziehung zu bewahren. Denn wer liebt, riskiert. Grundsätzlich. Wer offenbart, verliert. Wahrscheinlich. Präventiv lassen sich Gefühl und Geist nicht behandeln. Und einmal angestoßen schwingt alles...Kontrollverlust auf allen Seiten. Das würd ich auch gern wissen. Vielleicht einfach zu überdreht in dem was geschieht. Wir leben uns aus, lieben das Aus. Nähe, oder, Vertrauen ist nur etwas Metaphysisches. Wo ist der Schmetterling der im fernsten Osten, der einen Airbus voller Gefühle lostritt? Eine unterkühlte Analyse mediotischer Einzeltänzer zwischen Körperkult und Seelenleere. Der Schmetterling ist ein Synonym für die Seele. Jenes flüchtige Wesen, das einsam um andere Einsamen tanzt, um im kürzesten Augenblick der Berührung zu verbrennen. Letztlich rettet uns der sentimantale Kitsch vor der zentralen Frage nicht: warum sind wir so bindungsunfähig geworden. |
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Die Schande von München Fußballfilm - 12' - 2006 Details R: Daniel Petersen Nach einer fröhlichen Nacht wachen drei schon ältere Jungs am See auf. Es ist der 4. Juli 2004. Der 50. Jahrestag des WM-Endspiels in Bern. Einem von ihnen fällt ein, dass es da ein Sprichwort gibt: "In Mecklenburg passiert alles 50 Jahre später." Gesagt, getan, die drei organisieren sich einen tragbaren Fernseher und fahren nach drüben, um das Spiel live zu sehen. Kleine Probleme, wie etwa die Fragen, welchen Sender man einstellen soll und ob die Ossis das überhaupt übertragen haben, werden gelöst. Ein großes Problem aber bleibt, denn wer mühsam geflochtene Zeitlinien wieder aufdröselt, der verheddert sich schnell. Keine Ahnung. Wollte niemand haben. Deutscher Fußball halt. Publikum zu jung, zu international, zu frau? Einfach am Zuschauer vorbeigeschossen. Die Parodie auf Sönke Wortmanns "Wunder von Bern" ist genauso treffsicher, wie die Seitenhiebe gegen 20 Jahre Einheitstaumel auf blühenden Wiesen und Phantasien. Im Wilden Osten ist der Farbfernseher mit 2 Jahren Verspätung eingeführt worden und überhaupt kommt dort alles später an. Und das muss nicht mal schlecht sein. |
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Die Zukunft des Films?! Kurzfilm - 15'00'' - 2009 Details R: Robert von Wroblewsky Film ist Wahrheit! Film ist Authentizität! Film muss verändern! Davon ist Simon überzeugt, denn Simon ist Idealist. Blutjung und unverbraucht, bereit, sich dem Film völlig hinzugeben. Ein Praktikum ist für ihn der Einstieg zum Erfolg und wird gleich am ersten Tag zur harten Probe. Das Filmemachen, wie er es kennt, ist schon längst Vergangenheit. Schauspieler werden als Platzhalter im digitalen Herstellungsprozess missbraucht, Handlung ist nur noch endlose Varianz des Altbekannten und durch neueste Technologie erschafft sich jeder drittklasssige Regisseur sein „Meisterwerk“ auf Knopfdruck. Berlinale Shorts 2010. Begründung war eine Standard-Absage: Keine Qualitätsgründe führten zur Ablehnung sondern die Masse der Einreichungen Ein wohl begeistertes „Jawohl, endlich!“ aus der kalten Gruft von Mister Hitchcock ist wohl der beste Kommentar zu diesem Film. Keine selbstsüchtig-nervenden Schauspieler mehr, keine Kabelträger die mit offenen Hosen rumlaufen und sich für unwiderstehlich halten, keine hypernervösen Skriptgirls und vor allem keine kolerischen Regs und Prods mehr. Schöne neue Welt des Films. Und das sich auch Politiker „gelegentlich“ virtuell doubeln lassen - zumindest auf der mentalen Ebene - ist hinlänglich bekannt. |
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DUMPA Komödie - 6'11'' - 2007 Details R: Alexander Böhle Um ihre kägliche Finanzsituation aufzubessern, nehmen Robby und Klaus einen Job als Auftragsnikolaus an. Als den Beiden die Sinnlosigkeit ihrer Mission klar wird, begegnen sie einem kleinen Mädchen. Die Beiden fassen sich ein Herz und wollen das Bild von der heilen Weihnachtswelt wieder geraderücken. Eine bissig-ironisch Komödie, die in der Weihnachtszeit spielt, paßt halt nicht in jedes Programmschema. Explizite Begründungen für eine Ablehnung werden heutzutage von Festivals nicht mehr geschrieben. Es wird scho glei dumpa - Will singa a Liad - und samma a betrunka - für a Kindl nit miad - zwei Rotröcke ersteigen im tiroler Schnee den Berg der Nächstenliebe und bleiben doch Profis, wenn ein Kindlein fein, will nicht enttäuschet sein. Eine wahrlich unchristliche Kurzklamotte auf den Coca-Cola-Mann. Wahr ist nur eines: den Weihnachtsmann gibt es nicht! |
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Echos Psycho-Drama - 17'23'' - 2005 Details R: Saschko Frey Nele versucht ihr Leben in den Griff zu bekommen, als sich Lydia, eine alte Freundin zu Besuch anmeldet. Nele wahrt zunächst ihr GEsicht, doch quält sie ein tiefes GEheimnis. Als Lydia unangenehme Fragen zu stellen beginnt, bringen Neles Ängse und Ihre Vergangenheit sie immer wieder an den Rand ihrer unterdrückten Lüge. Der Film würde auf 16mm gedreht, über Digital-HD auf 35mm gebracht. Der FIlm wurde bei den deutschen Festivals durchweg abgelehnt, hat dann zwar den Murnau-Preis als einer von 10Filmen gewonnen und lief da aber dann vor Publikum mit falschem Bildstrich in einer zu hellen Kopie viel zu leise, also für den Filmemacher ein totaler Griff ins Clo, dabei finde ich den Film natürlich nicht soooo schlecht, auch wenn der Film natürlich Schwächen zeigt, aber er ist nichts für die Toilette. Wie angeschossenes REh, aus einer BEziehung befreit, zieht Nele sich Wunden leckend in die innere EInsamkeit zurück: Der Traum ein Leben. Dieser Psycho endet nicht im Bad, nicht im Wasser. Er endet dort, wo er angefangen hat: bei der Selbstauflösung....Verdichtete Erzählung: Poesie des Schmerzes! |
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Fallen gelassen Animationsfilm - 30'00'' - 2008 Details R: Max Baberg, Daniel Büttner Fallen gelassen handelt von dem Mädchen Anna, das durch ihren Gegenspieler Lars, aber auch durch ihre widrige Umwelt und soziale Herkunft in einen Abwärts-Strudel gerät, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. Der Film beinhaltet das Thema "Scheitern" in einem sozialen Kontext. Trotz dessen, dass Anna keine Fehler macht, wird ihr die Schuld am Tod eines Menschen gegeben. Nicht nur Pädagogisch sehr wertvoll, sondern auch eine spannend erzählte Milieustudie, trotz des Playmobil-Outfit. Das Schöne an den Möglichkeiten des inzwischen weit entwickelten Animationsfilmes ist, dass die kreativen Köpfe sich auf das Wesentliche konzentrieren können. Hier feiert sich endlich nicht mehr die Technik selbst, sondern der Inhalt. Das lässt auf Weiteres hoffen. |
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farbtest.6 konzept -film - 21' - 2008 Details R: Gerd Conradt Berlin 1968, ein filmisches Experiment nach Eadweard Muybridge, Andy Warhol und dem New American Cinema: Junge Männer rennen als Stafette mit einer roten Fahne in der Hand über eine verkehrsreiche Straße, der letzte trägt die Fahne ins Rathaus. Angeregt von dieser „Studie über Bewegung und ein Symbol“ entstehen Remakes in Stockholm, Sulmona und Hongkong. In „Farbtest.6“ wird aus den vier Stafetten ein Film - der „Farbtest der Revolution“ setzt sich fort, mit einem Ausblick nach Peking. Obwohl "Farbtest.6" in den USA als Experimentalfilm ausgezeichnet worden ist, erscheint es unmöglich, dass der Film in Deutschland als filmisches Werk anerkannt wird. Es fehlt die Story, die Sensation und erklärende Worte. Zum "nicht Scheitern" gehört auch, dass der Film sich wirtschaftlich amortisiert - verkauft werden kann. Das war bisher für "Farbtest.6" nicht möglich. Ein Gerücht läuft um die Welt. Es pflanzt sich fort, wie ein Lauffeuer: rot und atemlos. Ein Roadmovie der besonderen Art und im Gepäck eine Idee: stumm, hoffnungsvoll und zeitlos. Personen, eine rote Fahne schwenkend laufen auf die Kamera zu, als wollten sie diese einholen, ins sie hinein, zu uns. Aber sie werden uns nie erreichen. Eine intelligente Chronofilmografie und gleichsam starke Metapher über eine Bewegung, die bis heute nicht angekommen ist. Oder ein schönes Intro zu: Lenin kann nur bis Lüdenscheid. |
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Freie Radikale schwarze Komödie - 15'41'' - 2010 Details R: Steffen Heidenreich Eine Herbstnacht im November. Die beiden Polizisten Rogge und Wulf machen eine Pause, während Torben-Yannik und Fiona „Es“ im Wald vergraben. Kurze Zeit später treffen die Vier aufeinander und verbringen irgendwo im Wald eine Nacht, die ihre Spuren hinterlassen wird. Die Bildsprache und die ruhige Erzählweise lassen nicht sofort an eine Komödie denken, weshalb sich der Film nicht einfach in ein Genre zwängen lässt. Kurz und unterhaltsam, wenn 2 Bullen über die Sprache als Gesprochener philosophieren. Skurril, wenn Geschwister schnell zur Sache kommen.In der Nacht sind alle Katzen grau. |
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Frühstück mit Rührei Drama - 7'07'' - 2008 Details R: Arne Schröder Zwei Schwestern treffen sich am Tage der Beerdigung ihres Vaters wieder und es brechen längst vergessene Konflikte auf. War den meisten Festival nicht dramatisch genug. Ein Geschwisterpaar, welches nicht unterschiedlicher sein kann. Die Ja- und die Neinsagerin. Man ist geneigt an Kain und Abel zu denken. Das Los der Erstgebohrenen: die nach Berlin geflüchtete Vorkämpferin, die alle elterlichen Erwartungen zu erfüllen hat und entsprechend hart und gnadenlos wurde, und das Nesthäkchen, die Landpomeranze, welche Alles bekommt, sogar immer „vermeintlich Recht“. |
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Goldfische Fliegen Nicht - Ein Plattenbaumärchen Drama - 96' - 2008 Details R: Max Hegewald Teresa, 18 Jahre alt, wohnt in einer Neubausiedlung zusammen mit ihrer arbeitslosen, lebensunmutigen Mutter. Um ihre Mutter zu unterstützen, muss Teresa neben der Schule in einem kleinen Laden arbeiten und schafft dadurch ihren Abiturabschluss nicht. Ihr größter Traum ist es, die Neubausiedlung zu verlassen und weit weg zu fliegen. Die Neubausiedlung steht als Zeichen für den Ort, in welchem Teresa sich gefangen fühlt und dem sie entfliehen will, ihre Kindheit hinter sich lassen will. Aber ihre Träume bleiben zunächst eben nur Träume. Teresa lernt die neue Nachbarin Louise kennen, eine pensionierte Musiklehrerin. Teresa findet trotz des Altersunterschieds zunächst eine Vertraute in der alten Dame, denn diese ist neben ihrer Freundin Helen die Einzige, die ihre Sorgen teilt. Mit der Zeit jedoch verstrickt sich Teresa immer mehr in erzwungene sexuelle und finanzielle Abhängigkeit zu Louise und gerät schließlich in einen schier unlösbaren Teufelskreis, der sich im kritischsten Moment jedoch dramatisch auflöst . Bei dem nichtkommerziellen Filmprojekt "Goldfische Fliegen Nicht" handelt es sich um einen ausschließlich von Jugendlichen realisierten abendfüllenden Spielfilm. Der Film wurde bei diversen Festivals abgelehnt, sowie bei verschiedenen Verleih-Firmen. Das Leben ist kein Ponyhof...schon garnicht auf der Platte. Aber geträumt wird auch hier...vielleicht sogar realer als sonstwo. Raus aus dem Goldfischkäfig. Ähnlich wie "Emilias-Zweiter Chance" aus dem Jahre 2005 geht es hier um die klassische Musik und die Brücken zum gleichen Geschlecht. Doch diese wunderbar entkitschte Fassung ist viel näher, viel unspekatakulärer besetzt. Viel bürgerlich unkorrekter, denn das Genie ist nicht per se der bessere Mensch. Hier will niemand raus oder rein in die Gesellschaft, sondern schlicht weg aus dem aschgrauen Alltag. |
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Großstadtblumen, lecker Marmelade Drama - 15' - 2008 Details R: Alexander Haas Das äußere Erscheinungsbild der 50-jährigen Großstadt Offenbach am Main ruft Bürgerinitiativen, Hundehalter, Künstler und Kriminelle aus allen Bevölkerungsschichten auf den Plan. Nach einer beeindruckenden Beweisaufnahme scheitert der Hauptprotagonist schlußendlich an der Übermacht der Gegner. Wie findet man in der kommunalen Nachbarschaftlichkeit den Einklang von persönlicher Freiheit und eigener Verantwortung? Als einer von 7 Beiträgen des Filmwettbewerbes zum 50-jährigen Jubiläum der Stadt Offenbach/Main als Großstadt mit über 100000 Einwohnern 2004 wurde der Film in der Presse und bei der Preisverleihung totgeschwiegen. Ziel der Produktion war es, einen angesprechend gemachten, polarisierenden Scheißfilm zu gestalten. Erwünscht waren jedoch nur unkritische Friede-Freude-Eierkuchen-Filme zur Selbstbeweihräucherung der Ortsansässigen. Aus diesem Grund scheiterte die Verbreitung des Filmes in der Offenbacher Öffentlichkeit während und nach den Feierlichkeiten. Die damalige Leiterin des Offenen Kanals Offenbach/Frankfurt (veranstaltender Ausrichter des Wettbewerbs), ihreszeichen ehemalige FSK-Mitarbeiterin, verabschiedete den Regisseur nach der Preisverleihung mit den Worten: "Hauen sie doch ab mit ihrem Mist!" Hunde sind süss und sind des Menschen liebsten Freunde. Die keine haben, fühlen sich im wahrsten Sinne des Wortes beschissen. Da ist was faul im Staate, dass es bis zum Himmel stinkt. Hundehasser aller Länder vereinigt euch. |
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Haltlos - losing ground Spielfilm - 15'00'' - 2010 Details R: André Herrmann In zurückhaltenden, fast wortlosen Szenen erzählt der Film mit träumeri-schen Bildern – zwischen Abgrund und Hoffnung – die letzten Augenblicke im Leben eines Amokläufers. Der Film ist inhaltlich ein Film übers "Scheitern" in einem emotionalen Kontext. Der junge Mann steht offensichtlich enorm unter Druck und erschießt selbst das Mädchen, in welches er verliebt ist. Somit stirbt er nicht nur, sondern hatte auch nie die Chance, eine glückliche Beziehung zu führen. Trauriger, einsamer junger Mann. Wie aus dem Nest gefallen, weiss er nicht in welche Welt er sich verloren hat. Ein Stimmungsbild einer ganzen Generation, die verzweifelt um Anschluss sucht und immer nur das "Schon-Belegt-Zeichen vor sich hat". André Herrmann zeigt hier mehr als ihm vielleicht lieb ist. Eine stumm-schreiende Wunde. Wäre das Staatsfernsehen ein wenig mutiger, hier könnten sie bei vielen Teenies einen echten Treffer landen. Denn die schauen in der Tat anders und sind durchaus für stille Bilder zu haben. Auch wenn sie uns Filmpolizisten zu rommantisch verklärt erscheinen. |
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Kennen wir uns? Experimental / Drama - 9'40'' - 2008 Details R: Jan Frehse Eine Frau folgt ihrem Mann in die stahlgraue Kabine eines Fahrstuhls um ihn umzubringen, weil er sie mit einer anderen betrügt. Es entwickelt sich ein verstörender Dialog. Damit nicht genug, entwickelt die scheinbar seelenlose Technik ein Eigenleben und führt uns in fremde Welten... Der Film handelt auf mehreren Ebenen vom Scheitern: Die Kommunikation zwischen den Protagonisten scheitert. Der Ehemann und Manager scheitert mit seinem Doppelleben auf doppelter Ebene... und findet keinen Ausweg, sondern wird von einer Technik besiegt, die er problemlos zu beherrschen schien. Leider scheint auch ein Teil des Publikums zu scheitern, das die Handlung nicht versteht (wobei viele beim zweiten oder dritten Sehen ein aha-Erlebnis beschreiben). Der Film ist bzgl. "Auswertung" gescheitert: Die Filmfestivals (außer einem) wollten ihn nicht. Er ist keine leichte Kost, sondern surreal und verstörend. Ja, es geht. Ein Dialog, der nichts sagt, dem keine Psychologie innewohnt. Kein Raum für das emotionale Spiel der Protagonisten erlaubt und dennoch lauschen wir ihm, sind gespannt, im Bann eines Fahrstuhl, oder genauer in dessen Schiebetür gefangen. An Claudia Reimers kühlen Spiel ist nicht nur ihr kongenialer Partner Martin M. Hahnemann gescheitert. Man möchte die eiserne Lady gerne öfter sehen. |
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Ketchup in Tuva - A Transsiberian Treasure Hunt Doku - Road Movie - 81'00'' - 2009 Details R: Eike Schmitz Jeremy, ein Hippie aus Kalifornien glaubt daran, dass Träume Wirklichkeit werden können. Auf der Flucht vor dem Vietnam-Krieg landete er in Katmandu. Nach dem Zerfall der Sowjetunion nutzte er seine Verbindungen, um seinen Traum zu verwirklichen: Mumien zu finden im ewigen Eis, und deren Grabbeigaben: Gold, Teppiche, Edelsteine, vielleicht sogar das Grab Dschinghis Khans. Er bezahlt eine Expedition des Petersburger archäologischen Instituts, dem das Geld für Grabungen ausgegangen ist, in die Bergregion von Tuva, einem kleinen Staat in Zentralasien, der während der Sowjetzeit für westliche Besucher gesperrt war. Der Film begleitet die seltsame Truppe auf einer abenteuerlichen Fahrt von St. Petersburg mit der transsibirischen Eisenbahn bis nach Kyzyl, der Hauptstadt von Tuva. Von dort geht es mit Bussen und LKWs weiter über zerstörte Brücken und überflutete Straßen in die eisigen Höhen des Altaigebirges, zum mythischen Ort Shambala. „Ketchup in Tuva“ ist ein Road Movie in ein fernes Land im Herzen Asiens, in dem die Wirklichkeit manchmal als Traum erscheint. Es ist die wahre Geschichte einer unmöglichen Reise. Wegen seiner meditativ-ironischen Erzählweise? Wegen seines politisch-inkorrekten Protagonisten? Wegen seiner grandiosen Landschaftaufnahmen? Eine Reise in tiefste Sibieren, in die geheimsten Wünsche jedes Freilufthelden. Hier wird nichts aufgesetzt, nicht mit medialen Geschmacksverstärker gekocht. Ein sehr symphatisches Tagebuch. Ein Film, der aus dem eisernen Vorhang einen seidenen macht. |
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KOMM, WIR TRÄUMEN! Drama - 90'00'' - 2005 Details R: Leo Hiemer Eine geistig Behinderte in einer Behindertenwerkstätte verliebt sich in ihren Zivi. Dem ist die junge Frau auch nicht ganz gleichgültig. Ein (un)mögliche Liebe? Nischenfilm ohne Nisch Hier hat jemand schon früh ein Thema entdeckt, dass erst jetzt anderorts flächendeckend ausgeschlachtet wird. Ein wenig mehr Kitsch, eine Spur „betreutes Lieben“ und dieser Film hätte Me Too und anderes Behindi-sind-doch-auch-Menschen-Gedöns obsolet gemacht. Eine hyperaktive Pipi Langstrumpf(Anna Brüggemann) wirbelt durch die Szene und wir können nicht anders, als sich an ihr erfreuen. Der Grenzgang in der Liebe mit Schutzbefohlenen wird dank Julian Hackenberg und seinem authentischen Spiel fein ausgesponnen. Selten so gut eingefasste Musik gehört. |
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Koschinsky Spielfilm - 13'28'' - 2009 Details R: Anne-Katrin Kiewitt Der introvertierte, schüchterne Staubsaugervertreter Hans-Peter Koschinsky lebt ein eintöniges, nicht gerade von Erfolg gekröntes Leben in seiner Plattenbauwohnung. Lebensmittelpunkt ist seine Mutter Gertrud, die sein Leben von der Ordnung im Kleiderschrank bis hin zum Abendessen dominiert. Als Mutter unerwartet aus dem Leben scheidet, ist es nun an Hans-Peter, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Wenn das nur so einfach wäre, denn auch nach ihrem Tod gibt Gertrud Koschinsky keine Ruhe. Der Film beschäftigt sich inhaltlich mit dem Thema "Scheitern" eines Menschen in seiner gesamten Existenz. Selbst nach dem Tod seiner Mutter versucht diese Koschinsky weiter zu dominieren. Und gerade als er es schafft, sich davon zu befreien und einen anderen Menschen in sein Leben zu lassen, ahnt der Zuschauer am Ende des Films dass er wieder in die gleiche Situation abrutschen wird. Muttis Liebling hat keinen Computer, wohnt aber schon alleine. Es fällt einem schwer, seine Häme zu verstecken. Gerne lacht man über skurrile Verlierer. Hier wird aber auf ganz deutsche Art Hitchocks Psycho und die gespaltene Persönlichkeit thematisiert. Ja, er ist ein Psycho, der sich mit Ketchup beschmiert, bis eine junge Angie kommt und ihn aus seinem Authismus befreit. |
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Landgang zwischen Erotikthriller und Literaturver - 13'17'' - 2008 Details R: Frauke Thielecke Ein unerfahrener Matrose wird von seinen Kollegen genötigt, endlich seine Unschuld zu verlieren. Er gerät an die Hure Maria, die ihm ein Versprechen abnimmt. Doch der leichtfertige Matrose bricht sein Wort. LANDGANG war mein Bewerbungsfilm an der Hamburg Media School, mit dem ich auch angenommen wurde. Dann verschwand er allerdings in der Schublade, so dass ihn nicht viele Menschen gesehen haben. Er verdient mehr! Was wir schon immer gewusst haben; Kapitän Blaubär ist tatsächlich ein Kindermärchen. Und auch, dass der erste Landgang die grosse Liebe birgt. Seid AIDS verhält sich der klassische Tripper, wie ein Schnupfen zu einer Rasierklinge. Querelle für Hetis. Ein kurzer Wurf, der weit fliegen wird. Derweil schauen wir hinaus ins weite blaue Meer: möge doch – ganz so - ein abendfüllender Kinofilm kommen. |
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lichtnahrung doku - 47'53'' - 2006 Details R: georg schönharting Der Lichtnahrungsprozess, ein versuch. Weil ihn keiner haben will... Ellen Greve alias Jasmuheen hat behauptet, die Absolventen der von ihr erfundenen Kurse könnten danach ganz ohne Essen und Trinken leben. Das ist lebensgefährlich. Fasten durch Lichtnahrung ist durchaus bedenklich.Wer aber jemals gefastet hat, weiss um die heilende Wirkung. Warum haben schliesslich alle Religionen diese Art des Zeremoniels? Gegner und Befürworter erscheinen einem wie Magersüchtige gegen Vielfresser. Und: in der Fastenzeit erfanden die Mönche das Starkbier. Umso hilfreicher hier einen ehrlichen Einblick in das Leben einer Betroffenen zu erhalten. |
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Los Falsos Amigos Komödie - 11'24'' - 2008 Details R: Nilo Neuenhofen Drogen, Dummheit, Gewalt, sprachliche Missverständnisse Weil wir so glücklich über unser Machwerk waren, dass wir vergessen haben es ordentlich zu promoten und deshalb nur auf max. 5 Festivals gelaufen sind. Wennsch koa inglisch konnscht, weischt, dana hascht gleich falsche Freunde....2 brunfende iberische Machos machen eine Reise, so ganz auf ihre Weise. Die „Nase voll“ treffen sie auf schlägernde Schwaben, auf Hilfstaxler und aussagekräftige Feuerwehrmelder. Berlin, Berlin, ist eine Party wert. Wohl mehr auch nicht. Ein nettes Intermezzo der europäischen Missverständnisse. |
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Making of Süsse Stuten 7 Comedy - 56' - 2009 Details R: Daniel Hyan Das Making of zeigt die chaotischen Dreharbeiten des siebten Teils der fiktiven „Süsse Stuten“ Porno-Reihe. Der ganz normale, tägliche Wahnsinn am Pornofilm-Set: Intrigen, Nervenzusammenbrüche und Erektionsschwierigkeiten inklusive – Pornodarsteller und sind auch nur Menschen! Als FIlm schon allein deshalb gescheitert weil es sich um eine zusammengeschnittene Webserie handelt ;) Inhaltlich ist Making of Süsse Stuten 7 eine Parade des Scheiterns, jede Figur - vom Pornodarsteller bis zum Setpraktikanten - scheitert auf ihre Weise. Eine herrliche Parodie auf die Pornoindustrie, auf die überspannten Selbstüberschätzer bei Film und Fernseh. |
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Mein Vogel fliegt schneller Drama - 84'00'' - 2008 Details R: Gülseli Bille Amsel Baur Elf junge Menschen leben in einer Stadt. Es ist Hochsommer. Dies ist der Ausgangspunkt für die Eskalation scheinbar harmonischer Liebesbeziehungen. Ein postmodernes Großstadt-Märchen über die Einsamkeit der Abhängigkeit. Über die Frage, was größer ist: Freiheit oder Liebe? "Da war diese Schauspielklasse an meiner Schule... ich mochte sie sehr gerne, und plötzlich kam die Idee auf, ein Buch für das gesamte Ensemble zu schreiben. Ohne Casting einen Film zu machen - mit elf jungen Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Wir wollten über unsere Beziehungen erzählen und uns mit der Frage beschäftigen, was wichtiger ist; Freiheit oder Liebe" (Regisseurin). Leider blieb das ersehnte große Publikum bisweilen aus. Kritisiert wurde an unserem Film, dass er dem Zuschauer keine Nähe zu unseren Figuren zulassen würde. Auch fragten sich einige, Worum gehts hier eigentlich? In der Tat hat der Film einen ungewöhnlichen Rhythmus, der wie das Leben, mal schnell, mal langsam von der einen zur anderen Seite schaukelt, mal stehen bleibt und weiter fließt. "Eine Mischung aus Collage und Musikvideo, getragen von narrativen Sequenzen, gespickt mit dramatischen Theaterszenen und geschmückt durch liebevoll gezeichnete Animationen" (Regisseurin). Das gesamte Filmteam würde sich überaus glücklich schätzen, auf dem Festival der gescheiterten Films gezeigt zu werden! Ein in Traum-Sequenzen verwobenes Sittenbild heutiger Jugend. Schön, dass sich hier Niemamd anbiedert oder sich in "Wir verstehen die Jugend" - Pathos rekelt. Mutige Bildsprache. |
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Miss Lucifer! Fantasy Melodrama - 35'00'' - 2007 Details R: Christina Kinne - Kraft ihrer Liebe befreien sich Teufels Tochter und Gottes Sohn vom Wahnsinn ihrer Übereltern - Lucia ist nicht nur die Tochter eines einflußreichen Geschäftsmannes - vielleicht ist ihr Vater sogar der Teufel persönlich. Um ihre Unsterblichkeit zu erlangen soll Lucia den "zweiten Messias" zerstören. Ohne jede Moral vertreibt sie sich ihre Zeit mit Intrigen und Machtspielchen, bis sie in ihrem Opfer Chris auf einmal einen Gegenspieler findet, der ihre Pläne mit Güte zu durchkreuzen weiß. Unwiderstehlich fühlt sich Lucia zu diesem Mann, der ihr auf seine Weise ebenbürtig ist, hingezogen... "Miss Lucifer!" ist mein Abschlussfilm an der HFF München. Der leitende Professor der Abteilung "Film und Fernsehspiel" hat zwei Jahre lang alles den Film betreffende (Exposée, Drebuch, Rohschnitt, etc.) "durchgewunken", um dann bei der Diplomabnahme "Miss Lucifer!" als blasphemisch zu befinden. Eine lange, unangenehme Auseinandersetzung folgte. Die Hochschule wollte sich komplett von dem Film distanzieren, und verbot mir jegliche Aufführung, bevor ich nicht die Titel in ihrem Sinne änderte. Leider fiel diesem Streit die wunderbar geplante Münchner Premiere (mit Team, Darstellern und großer Party) zum Opfer, und ich freue mich sehr, daß wir diese Premiere im Rahmen des Festivals des gescheiterten Films nachholen können. Eine Mephista stolziert im engen roten Latex durch die Nacht. Sie ist auf der Jagd. Unwillkürlich denken wir an Franz Stucks „Die Sünde“. Das in Zeiten der totalen Entäusserung der Sexualität und medialer Tabuübertritte immer noch provoziert werden kann, erstaunt. Die malende Jungfrau Maria mit Visionen unbefleckter Empfängniss im Irrenhaus. Ein Heinrich Faust als DJ. Der wettgeile Herr als sensiler Kockser und Gretchen als lesbische Gespielin sollte manch Theaterguru den Schweiss auf die Stirne treiben. Denn mit goethischer Lesart bekommt dieser exzentrische Film die nötige Sprenghaft, die allen Postbildungsbürger in tiefe Zweifel stürzen dürfte. Weil, das Böse kann auch schwach sein und verletztlich. Das Indira Weis nicht nur megascharf als Reinkarnattion der Göttin Kali(„die das Böse will und stets das Gute schafft“) rüberkommt, sondern auch schauspielerisch „fesselt“, ist eines von vielen angenehmen Nebeneffekten dieser Produktion. |
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Papillon surrealistisches Psychodrama - 24'30'' - 2008 Details R: Knut Andiel Innenwelt - wohin man auch sieht. Im Keller ein Kind, das nach oben will und fliegen wie ein Schmetterling. Raus in die Welt. Doch Innenwelt, wohin man auch sieht. PAPILLON ist der erste Teil einer Trilogie über psychische Überlebensstrategien, die als Nenner das Scheitern beinhalten. Gescheitert ist der Film leider seinerseits am Desinteresse sämtlicher Festivals, zu denen er geschickt wurde und kommentarlos abgelehnt. Eine interessante Adoption des Romanes von Henri Charrière. Der Schmetterling lebenslang verbannt zur authistischen Introspektion, verurteilt zur seelischen Einzelhaft. Auf Flucht folgt Strafe. Auf Strafe Flucht. Scheidungsdrama und schmerzhafte Metamorphosen einer ganz normalen Familie. |
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Scheitern aus Leidenschaft - 14' - 2010 Details R: Sonja Mönkedieck Drei Mitarbeter_innen des Unternehmens Monkeydick-Productions erläutern das dem Unternehmen zugrundeliegende Prinzip der Ambivalenz in Bezug auf die Begriffe Leistung und Scheitern. Eigentlich wollte die Regisseurin an dem Symposium Try Again. Fail Again. Vom Wissen übers Scheitern teilnehmen. Da sie in den USA lebt, ist dieses Vorhaben an Zeit- und Geldmangel gescheitert. Stattdesse wurde in aller Kürze der Film Scheitern aus Leidenschaft produziert. Scheitern ist kein Zustand, sondern handeln. Ein hin- und hergerissen zischen gestern und morgen. Eine authentische Ambivalenz. Er ist die "Notwende", die Krisis zum Vollzug der Aporie(Widerspruch). Danke für den lange erwarteten Backround. |
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Sie nannten ihn dings kurzfilm - tragikomödie - 5' - 2007 Details R: nathalie percillier In dem überfüllten Wartezimmer eines Krankenhauses sitzt Dings neben seiner Mutter. Das Warten ist lang, die Luft zum schneiden. Ein Mann auf Krücken kommt rein. Er braucht einen Sitzplatz. Keiner steht auf. Einer müsste es tun: Dings. festival ablehnungen, ohne begründung. Wir schauen in ein Wartezimmer. Die Musik mystisch bis zum Bersten. Und da: die Verwandlung. Kein Käfer. Nein. Ein Dings! Ein Es, DAS ES? Wehe du brichst dir die Beine! Da stehst du nämlich ganz alleine da. ES hilft dir nicht.. 4 Minuten kafkaeske Grausamkeiten! Man kann nicht genug davon bekommen. Psychologen aller Länder vereinigt Euch: zu einer dings-Partei. |
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Sie sieht ihm in die Augen (play it again) Experimenteller Kurzspielfilm - 11'00'' - 2010 Details R: Marlene Denningmann Der Mann, die Frau, die Tür- ein Film. Kamera läuft, Film ab. Bei der Umsetzung des Projektes unterscheiden sich die Aufgaben eines Regisseurs je nach Medium. Unabhängig davon bleibt eine zentrale Aufgabe die Anleitung und Unterstützung der Darsteller bei der Ausgestaltung ihrer Charaktere. Eine Besprechung! Ein paar Worte, eine Idee, Text ab. Selten wurden Zuschauer herber als Voyeur enttarnt. Selten wollte man doch lieber die Kamera sein, als Kamera sein und Kamera sein. |
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Stille Post Dokumentarfilm - 52'35'' - 2010 Details R: Eliza Petkova „Sie sind schmutzig. Sie klauen. Sie sind ungebildet.“ Das sind die drei häufigsten Formulierungen, die mit den Roma in Bulgarien in Verbindung gesetzt werden. Viele der Bulgaren fühlen sich bedroht und ungerecht behandelt. Ihre Abneigung gegenüber den Roma wird verstärkt durch ein zunehmend wachsendes Nationalgefühl und den Stolz, ein ethnischer Bulgare zu sein. Währenddessen verstecken ein großer Teil der Roma, denen es gelungen ist, sich zu integrieren, ihre Wurzeln. Sie fürchten sich vor den Vorurteilen, mit denen ihre Abstammung abgestempelt wird. Bulgarisches Nationalfernsehen: Hat den Film nicht angenommen, mit der Begründung, dass er nationalistische Werte untergrabe. ARTE: Hat den Film nicht angenommen, mit der Begründung: Für das folgende Jahr sind "keine gesellschaftskritischen Themen im Sendeprogramm vorgesehen." Nationalismus ist die kleine Schwester des Rassimusses. Wenn diese postreaktionäre Einstellung Europa sein soll, dann haben hier einige Leute nichts verstanden. Denn Roma ist keine Rasse. Romas sind genauso assozial oder erfolgreich in der Gesellschaft, wie jeder andere Bürger unser EU auch. Intersoziale Konflikte um andere Lebensformen, muss man ernst nehmen und offen aussprechen, aber man sollte sich auch am Zugewinn jedes Einzelnen zum bunten Blumenstrauss EU erfreuen. Dieser etwas zulang geratene Film zeigt auf erfrischende Weise, dass der eine oder andere Roma durchaus mitten in der Gesellschaft angekommen ist. Übrigens wo ist eigentlich der Unterschied zwischen einem durch die Lande ziehendem(pilgerndem) Roma und einem reisenden(Freiluft-grillendem) Urlaubs-Tramper. Keiner, denn Beide lieben die Natur und träumen vom freien Leben. |
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Thanksgiving, die nachtblaue Stadt Bizarres Drama - 98'0'' - 2000 Details R: Michael Pfeifenberger Der junge Micky (Alexander Pschill) irrt ziellos von einem bizarren Abenteuer zum nächsten durch "Thanksgivin" - Die nachtblaue Stadt" ist ein wahre Rarität: Der Film entstand ohne nennenswerte öffentliche Fördermittel und schaffte es dennoch für einige Wochen ins Kino, was in einem Land wie Österreich natürlich Neid und Missgunst auslösen muss. Der Kinostart unmittelbar nach dem 11. September 2001 war unglücklich gewählt. Die Zuschauerzahl war entsprechend gering. Trotz einiger Festival-Einladungen (von New York bis Pjöngjang) fand der Film keinen internationalen Verleih und wurde bisher nie im Fernsehen gezeigt. Erhältlich ist "Thanksgivin"" zur Zeit nur im Eigenverlag auf amazon.de. Formal ist "Thanksgivin"" ein schwer verdaulicher Genremix. In sogenannten Fachkreisen wurde der Film weitestgehend ignoriert. Ein Hauch von Horvath, Uli Seidel und Wayne Wang durchzieht dieses auf sozialem Eis gebauten Stationendrama zwischen Pornokabinen, Toilettenjunkies und ländlicher Idylle. Unspektakulär werden die Lebenslinien eines einsamen jungen Mannes, der ein Schlupfloch in die Gesellschaft sucht, seziert. Selten ist ein Mord spröder und daher umso ergreifender inszeniert worden. Denn das Lebens ist anders. Ganz anders. |
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Verspätet Drama - 7'45'' - 2008 Details R: Thomas Thomaschowski Eigentlich ist Klaus auf dem Weg zu seiner Hochzeit. Doch ganz unerwartet hat ihn eine Ohnmacht befallen und die Erinnerung kehrt nur schleppend zurück. Welche Rolle spielt der Penner, der ihm ein scheinbar wichtiges Problem erklären will? Gescheitert um weiter zu machen. Wenn man sich am Ziel sieht, lahmen alle Denkprozesse. Fantasie und Kreativität verschmelzen zur Stagnation. Gescheitert um mit Freunden zu arbeiten und Feinden aus dem Weg zu gehen. Das Spiel ist aus: Ein junger Mann im Frack wacht plötzlich an einem münchener Sozialbrennpunkt auf. Ein Penner ist das erste Wesen nach dieser Transformation auf dem U-Bahnsteig. Beide sind verwirrt. Der junge Pierre(Klaus) wollte heiraten, dem Alten tut Alles leid. Erst als sich der Schutzengel Gabriel verabschiedet, merkt der junge Krawattenträger, dass er nicht seine Hochzeit, sondern sein Leben verpasst hat und gerade erst gestorben ist. Jean Paul Sartre auf den Punkt gebracht.. |
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Wassertonne - GATS EinMinüter - 1'11'' - 2005 Details R: sibylle kappes Ein Polizist und eine Bauersfrau duellieren, wem wohl das Wasser in der Tonne ist. Nicht im Kino veröffentlicht, nicht als Kampagne für bzw. gegen GATS eingesetzt. Hier scheitert die Politik. Hier scheitert der Staat. Hier scheitern wir. Wasser ist keine Ware. Aber wer weiss dass schon? |