Der Ablauf

Da wir für unsere Übungen auch Schauspieler brauchen, müssen sich die Teilnehmer bereit erklären, eine Rolle zu übernehmen. Ich sende vorab den Text, dass dieser gelernt werden kann. Die Teilnehmer benötigen keinerlei Schauspielerfahrung.

Der Workshop
Grundsätzlich versuche ich chronologisch so fortzuschreiten, wie ich es auch bei den Schülern mache.
D.h., wir beginnen mit dem

1. Kennenlernen.
Hier habe ich eine Übung, die ich dem Ausspruch von Augustinus (esse est percipere=Sein ist Wahrgenommenwerden) angelehnt habe. Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass Theater in erster Linie Schauen ist, was immer das für den Einzelnen bedeutet. Will sagen: der/die Regisseurin ist vor allem aufmerksamer Zuschauer. Anschliessend eine kurze Aussprache.
2. Die Leseprobe.

Ich habe mir angewöhnt, zuerst mit einer Leseprobe zu beginnen. Dies hat den Vorteil, dass alle Beteiligten auch die anderen Rollen kennenlernen und ich bekomme einen Überblick auf die Besetzungsstruktur. Im allerseltensten Fall mache eine Umbesetzung. Hier achte ich peinlichst auf die Befindlichkeiten der Betroffenen.
3.Die Inszenierung
Während ich das Stück interaktiv inszeniere, erkläre ich meine Vorgehensweise.
4. Meine und anderer Vorstellung?!
Oft scheitern Schulaufführungen - die zwar nett aber nur bemüht erscheinen - am (falschen)Anspruch.